Brandschutz für mehr Sicherheit
Den erforderlichen Brandschutz eines Hauses regeln die Landesbauordnungen. Leider stellen diese an die Wände von Ein- und Zweifamilienhäusern keine oder nur sehr geringe Anforderungen. Der Grund: Öffentlich-rechtliche Brandschutzanforderungen dienen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, nicht dem Schutz des Eigentums. Der Bauherr muss deshalb seine gewünschte Sicherheit vertraglich einfordern. Gerade nachts ist ein passiver Brandschutz durch nichtbrennbare Bauteile wichtig.

Weil Ziegel nicht brennen, tragen sie auch nicht zur Brandlast bei. Massive Ziegelwände behindern die Brandausbreitung. In den homogen aufgebauten Wänden kann sich kein Feuer in das nächste Geschoss oder den nächsten Raum "durchfressen". Hinter schmelzenden Steckdosen oder Installationen befinden sich keine Hohlräume, über die das Feuer einen Weg findet. Da der Putz fest mit dem Ziegel verbunden ist, öffnen sich bei den extremen Temperaturen keine Fugen, die den Brand in die Konstruktion eindringen lassen. Auch bei späteren Umbauten, nachträglichem Einbau von Leitungen usw. brauchen Handwerker die Brandschutzproblematik nicht zu beachten.